„AI Slop" in sozialen Medien: Was es ist und wie man es erkennt
„AI Slop" ist ein populärer Begriff für KI-generierte Bilder und Videos mit geringem Aufwand, die sich schnell in sozialen Medien verbreiten. Einiges davon ist offensichtlich gefälscht, anderes ist darauf ausgelegt, emotional oder berührend zu wirken, und manches soll gezielt irreführen. Dieser Leitfaden zeigt, wie man es erkennt und überprüft — ohne bei jedem Scrollen paranoid zu werden.
Was die Leute unter „AI Slop" verstehen
Der Begriff bezieht sich meist auf Inhalte, die schnell generiert und massenhaft gepostet werden: seltsame Bilder, sich wiederholende Videos, recycelte Formate und emotional provozierende Beiträge. Das Ziel ist oft Engagement — Likes, Shares, Kommentare — oder Werbeeinnahmen.
- Unüberzeugende Details: Hände, Text, Gesichter und Hintergründe, die nicht ganz stimmig sind.
- Wiederholte Vorlagen: dasselbe Story-Format wird immer wieder mit kleinen Variationen gepostet.
- Emotionsköder: Inhalte, die Sympathie, Wut oder Staunen auslösen sollen, bevor man nachdenkt.
Warum es sich so gut verbreitet
Soziale Plattformen belohnen Engagement. Selbst negative Reaktionen können die Reichweite steigern. Und zu überprüfen, ob etwas KI-generiert ist, erfordert mentale Anstrengung — mit der Zeit kann das ermüdend werden.
- Niedrige Produktionskosten: ein einzelner Ersteller kann schnell Hunderte von Beiträgen generieren.
- Hohe Belohnung: virales Engagement kann sich in Monetarisierung umwandeln.
- Algorithmus-Treibstoff: Kommentare, die über „echt vs. falsch" streiten, können Beiträge im Umlauf halten.
Wie man AI Slop erkennt (Schnell-Checkliste)
- 5-Sekunden-Pause: Was ist die genaue Behauptung oder Geschichte, die präsentiert wird?
- Details inspizieren: Text auf Schildern, Hände, Logos und Schatten.
- Nach einer Quelle suchen: Verlinkt der Beitrag auf einen Originalbericht, ein öffentliches Dokument oder einen benannten Zeugen?
- Rückwärtssuche: Prüfen Sie, ob das Bild/Video früher in einem anderen Kontext existiert.
- Datum + Ort prüfen: Alte Ereignisse werden häufig als „Breaking News" recycelt.
Keines davon allein ist ein Beweis. Es sind Signale, die zeigen, was als Nächstes überprüft werden sollte.
Bessere Frage als „Ist es KI?"
Manchmal ist die entscheidende Frage nicht, ob etwas KI-generiert ist — sondern ob es wahr ist. Auch ein Mensch kann Fehlinformationen posten. Ein praktischer Ansatz: Behauptungen extrahieren → mit Quellen verifizieren → Kontext prüfen.
Zwei Schritte, die Fehler reduzieren
- Die früheste Quelle finden: der Originalbeitrag, -artikel oder -upload (nicht der Repost).
- Mit unabhängigen Quellen bestätigen: wenn möglich 2+ seriöse Bestätigungen suchen.
Wenn Sie es nicht bestätigen können, ist es sicherer, die Information als nicht verifiziert zu behandeln.
Quelle für weiterführende Lektüre (BBC): https://www.bbc.com/news/articles/c9wx2dz2v44o
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